Unsere Leistungen
Neurologie Psychiatrie Fürstenfeldbruck

Allgemeine Neurologie
Beschwerden verstehen, Ursachen erkennen
Neurologische Beschwerden können sich sehr unterschiedlich äußern. Kopfschmerzen, Schwindel, Gefühlsstörungen, Muskelschwäche oder Veränderungen der Beweglichkeit sind nur einige mögliche Gründe für eine neurologische Abklärung. In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit, Ihre Beschwerden genau zu erfassen und die nächsten diagnostischen und therapeutischen Schritte individuell mit Ihnen zu besprechen.
Wir begleiten Patientinnen und Patienten unter anderem bei Migräne, Parkinson, Demenz, Multipler Sklerose, Epilepsie und Polyneuropathien und stimmen die Behandlung auf das jeweilige Krankheitsbild und die persönliche Situation ab. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Untersuchungsergebnisse, sondern das Gesamtbild Ihrer Beschwerden. Unser Ziel ist eine nachvollziehbare diagnostische Einordnung und eine Behandlung, die zu Ihrer persönlichen Situation passt.
Wir legen Wert auf eine fundierte neurologische Diagnostik. Je nach Beschwerdebild bieten wir folgende neurologische Standardleistungen:

Allgemeine Psychiatrie
Psychische Gesundheit individuell begleiten
Psychische Beschwerden können viele Formen annehmen und sich auf Stimmung, Antrieb, Schlaf, Konzentration, Beziehungen und den Alltag auswirken. Häufig entstehen dabei Unsicherheit, Überforderung oder das Gefühl, den eigenen Belastungen nicht mehr gewachsen zu sein. Uns ist es wichtig, Ihre persönliche Situation sorgfältig zu verstehen, Beschwerden fachärztlich einzuordnen und gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte zu planen.
Uns ist eine vertrauensvolle und respektvolle Zusammenarbeit besonders wichtig. Sie sollen Ihre Fragen und Unsicherheiten offen ansprechen können und nachvollziehen können, welche Behandlungsschritte empfohlen werden und warum.
Bitte beachten Sie: Eine Psychotherapie bieten wir in unserer Praxis aktuell nicht an. Wenn eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll ist, unterstützen wir Sie gerne bei der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz und begleiten Sie psychiatrisch während der Wartezeit.
Zu unseren psychiatrischen Standardleistungen gehören:

ADHS bei Erwachsenen
Diagnostik und individuelle Behandlung bei ADHS im Erwachsenenalter
ADHS wird häufig mit dem Kindesalter verbunden. Doch auch Erwachsene können von einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung betroffen sein. Schwierigkeiten mit Konzentration und Organisation, innere Unruhe oder impulsives Verhalten können den beruflichen und privaten Alltag spürbar beeinflussen. Viele Erwachsene mit ADHS haben ihre Symptome oft lange nicht erkannt oder die Beschwerden wurden fälschlicherweise anderen Krankheitsbildern zugeordnet. Was bleibt, ist das Gefühl, nie genug zu leisten, chronische innere Unruhe – und oft eine tiefe Erschöpfung als Folge lebenslanger Kompensation.
Wir bieten eine präzise Diagnostik und entwickeln im Anschluss gemeinsam mit Ihnen individuell abgestimmte Behandlungskonzepte. Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Symptome besser zu verstehen, Ihre Lebensqualität zu steigern, Ihre Stärken zu nutzen und alltägliche Herausforderungen besser zu meistern.
Bitte beachten Sie: Eine medikamentöse ADHS-Behandlung erfolgt in der Praxis nur nach einer fundierten Diagnostik. Diese kann in der Praxis durchgeführt oder durch aussagekräftige Vorbefunde nachgewiesen werden. Die ADHS-Diagnostik für gesetzlich Versicherte wird ausschließlich als Selbstzahlerleistung angeboten. Kinder mit ADHS werden nicht behandelt.
Infomaterial: Videos zur medikamentösen Behandlung von ADHS
In zwei kurzen Videos erklären wir Ihnen, wie die medikamentöse Behandlung bei ADHS abläuft und worauf Sie vorab achten sollten. Die Videos dienen als Infomaterial, das persönliche Gespräch in unserer Praxis ersetzen sie nicht.
Medikation bei ADHS
Aufklärung zu Lisdexamfetamin
HINWEIS: Diese Videos dienen nur der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt oder Apotheker. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Haftung übernommen.

Schlafstörungen
Wenn erholsamer Schlaf dauerhaft ausbleibt
Guter Schlaf ist entscheidend dafür, wie wir uns tagsüber fühlen und wie belastbar wir sind. Wer über längere Zeit schlecht einschläft, nachts häufig aufwacht oder morgens trotz ausreichender Schlafdauer erschöpft ist, merkt häufig schnell, wie sehr Schlafprobleme Konzentration, Stimmung und Leistungsfähigkeit beeinflussen können.
In unserer Praxis für Neurologie und Psychiatrie in Fürstenfeldbruck bieten wir eine differenzierte schlafmedizinische Abklärung an. Dabei betrachten wir Schlafstörungen nicht isoliert, sondern beziehen mögliche neurologische, psychische, hormonelle und alltägliche Einflussfaktoren mit ein.
Was hinter Schlafstörungen stecken kann
Schlafstörungen haben viele Gesichter und noch mehr Ursachen. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:
- Psychische Belastungen wie Stress, Grübeln, Angst oder Depression – oft Ursache und Folge von Schlafproblemen zugleich
- ADHS, die abends innere Unruhe erzeugt
- Neurologische Erkrankungen wie Restless-Legs-Syndrom
- Hormonelle Veränderungen, etwa in der Perimenopause
- Schlafbezogene Atemstörungen wie das Schlafapnoe-Syndrom, das den Schlaf fragmentiert – oft unbemerkt
- Schlechte Schlafgewohnheiten oder ein verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus
Deshalb ist eine sorgfältige Einordnung wichtig, bevor eine geeignete Behandlung geplant werden kann.

Erschöpfung
Wenn Müdigkeit mehr ist als nur Müdigkeit
Wenn die eigene Energie über längere Zeit nachlässt, selbst alltägliche Aufgaben zunehmend Kraft kosten oder Erholung kaum noch gelingt, kann das sehr belastend sein. Anhaltende Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, innere Unruhe oder das Gefühl, den Anforderungen des Alltags nicht mehr gerecht zu werden, sollten deshalb nicht einfach hingenommen werden. Wir nehmen uns gemeinsam mit Ihnen Zeit, Ihre Beschwerden und Ihre aktuelle Lebenssituation differenziert zu betrachten. Denn hinter starker Erschöpfung können unterschiedliche körperliche, psychische oder belastungsbedingte Faktoren stehen. Eine sorgfältige diagnostische Einordnung ist daher ein wichtiger erster Schritt.
Was kann hinter anhaltender Erschöpfung stecken?
Erschöpfung ist ein Symptom, das sehr unterschiedliche Ursachen haben kann. Häufig greifen dabei mehrere Faktoren ineinander:
- Anhaltende Belastung und Burnout: Beruflicher Druck, familiäre Verantwortung, Pflege von Angehörigen oder der dauerhafte Anspruch, für andere funktionieren zu müssen, können die eigenen Ressourcen über längere Zeit stark beanspruchen.
- Psychische Erkrankungen: Depressionen können sich durch Antriebslosigkeit, innere Leere, Reizbarkeit, Rückzug oder körperliche Beschwerden bemerkbar machen und müssen nicht immer mit ausgeprägter Traurigkeit einhergehen.
- ADHS bei Erwachsenen: Eine bislang unerkannte ADHS kann dazu führen, dass Konzentration, Organisation und Selbstregulation im Alltag dauerhaft besonders viel Energie erfordern.
- Schlafstörungen: Ein nicht erholsamer Schlaf, häufiges Erwachen oder nächtliche Atemstörungen können dazu führen, dass die notwendige Regeneration ausbleibt.
- Hormonelle Veränderungen: Zyklusbedingte Schwankungen, die Perimenopause oder die Zeit nach einer Schwangerschaft können mit Veränderungen von Energie, Schlaf und psychischem Wohlbefinden einhergehen.
Gerade weil die möglichen Zusammenhänge vielfältig sind, betrachten wir Erschöpfung nicht isoliert, sondern im Kontext Ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit sowie Ihrer aktuellen Lebenssituation.

Esketamintherapie
Eine zusätzliche Option bei schwer behandelbaren Depressionen
Depressionen können den Alltag tiefgreifend verändern. Wenn Beschwerden trotz bereits erfolgter antidepressiver Behandlungen bestehen bleiben, kann eine Esketamintherapie mit Spravato® für bestimmte Patientinnen und Patienten eine weitere Therapieoption darstellen. In unserer Praxis für Neurologie und Psychiatrie im Landkreis Fürstenfeldbruck prüfen wir zunächst sorgfältig, ob die Voraussetzungen für eine Esketaminbehandlung gegeben sind. Dabei berücksichtigen wir Ihre bisherige Krankheitsgeschichte, bereits durchgeführte Therapien und Ihre aktuelle gesundheitliche Situation.
Esketamin wird als Nasenspray unter ärztlicher Aufsicht direkt in unserer Praxis angewendet. Im Anschluss bleiben Sie für eine medizinische Nachbeobachtung bei uns. Während der gesamten Behandlung begleiten wir Sie engmaschig und überprüfen regelmäßig den Verlauf sowie die Verträglichkeit der Therapie. Die Esketamintherapie ist kein allgemeiner Ersatz für eine klassische Depressionsbehandlung, sondern kommt für ausgewählte Patientinnen und Patienten infrage. Ob Spravato® in Ihrem persönlichen Fall eine geeignete Möglichkeit darstellt, klären wir ausführlich mit Ihnen im fachärztlichen Gespräch.

Hormone und Psyche
Ein unterschätzter Zusammenhang
Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Schlafprobleme, Erschöpfung oder Konzentrationsschwierigkeiten können in bestimmten Lebensphasen mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen. Gerade bei Frauen lohnt es sich deshalb, psychische Beschwerden nicht isoliert zu betrachten, sondern auch Zyklus, Schwangerschaft, Wochenbett sowie Perimenopause und Menopause mit einzubeziehen. Wir nehmen diese Zusammenhänge gezielt in den Blick und betrachten psychische Gesundheit, hormonelle Einflüsse und persönliche Lebenssituation gemeinsam.
In welchen Lebensphasen können Hormone eine Rolle spielen?
Hormonelle Veränderungen können das psychische Erleben beeinflussen. Beschwerden können beispielsweise auftreten bei:
- PMS und PMDS: Stimmungstiefs, Reizbarkeit, innere Unruhe oder depressive Beschwerden können sich insbesondere vor der Menstruation verstärken.
- Schwangerschaft und Wochenbett: Rund um Schwangerschaft und Geburt können hormonelle und psychosoziale Veränderungen die psychische Stabilität beeinflussen.
- Perimenopause und Menopause: Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen oder Konzentrationsprobleme können in dieser Lebensphase verstärkt auftreten.

Autismus-Diagnostik
Bitte beachten Sie: Leider können wir in unserer Praxis keine Diagnostik auf eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) anbieten.
Warum nicht?
Eine sorgfältige Autismus-Diagnostik im Erwachsenenalter ist sehr aufwendig. Sie umfasst mehrere Termine, spezielle standardisierte Testverfahren und nach Möglichkeit ein Gespräch mit Eltern oder anderen Personen, die Sie aus Ihrer Kindheit kennen. Die Fachgesellschaften empfehlen daher, die Diagnostik in spezialisierten Einrichtungen mit besonderer Erfahrung durchzuführen. Solche Spezialambulanzen gibt es in Deutschland nur wenige. Die Nachfrage übersteigt die Kapazitäten bei Weitem: Wartezeiten von ein bis zwei Jahren sind keine Seltenheit, und manche Zentren nehmen zeitweise gar keine Anmeldungen mehr an.
Nicht jeder „autistische Zug“ ist Autismus
Viele Menschen erkennen sich in Beschreibungen von Autismus wieder, etwa in einem großen Bedürfnis nach Ordnung und Routinen, in schneller Reizüberflutung oder in Unsicherheit und Ängsten in sozialen Situationen. Solche Eigenschaften sind in der Bevölkerung weit verbreitet und können ganz unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel ADHS, soziale Ängste, Erschöpfung, eine Depression oder einfach die individuelle Persönlichkeit. Einzelne autistische Züge sind nicht dasselbe wie eine Autismus-Spektrum-Störung. Diese liegt erst vor, wenn mehrere Kernmerkmale gemeinsam auftreten, schon seit der Kindheit bestehen und den Alltag deutlich beeinträchtigen. Entsprechend bestätigt sich in den Spezialambulanzen der Verdacht nur bei einem Teil der Untersuchten, je nach Zentrum bei etwa 20 bis 40 Prozent.
Was wir für Sie tun können
Viele Beschwerden lassen sich gut behandeln, ohne dass eine Autismus-Diagnose feststeht. Eine Psychotherapie setzt an Ihren konkreten Schwierigkeiten an, zum Beispiel an der Kommunikation, am Umgang mit Reizüberflutung oder am Abbau von Ängsten und Vermeidungsverhalten. Gern klären wir mit Ihnen, welche Beschwerden im Vordergrund stehen und welche Behandlung sinnvoll ist, etwa bei Verdacht auf ADHS, bei Erschöpfung oder Schlafstörungen. Ist eine gesicherte Diagnose für Sie dennoch wichtig, beraten wir Sie gern zu geeigneten Anlaufstellen.